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Das Rebhuhn

Die Vogelart Rebhuhn gehört zur Gattung der Rebhühner, zur Familie der Fasanartigen und der Ordnung der Hühnervögel. Sie kommt in West-Europa bis Zentralasien vor und lebt hauptsächlich im Tiefland unterhalb von 600 mNN. Das Rebhuhn war ursprünglich ein Steppenvogel, der sich erst durch die Ausbreitung der bäuerlichen Landwirtschaft in Westeuropa ansiedeln konnte. Die Hühner leben auf der offenen Feldflur und bevorzugen besonders Brachflächen, da diese nicht gedüngt oder mit Pestiziden behandelt werden.

Aussehen

Die Größe eines Rebhuhns ist vergleichbar mit der einer Taube. Es wird bis zu 30 cm lang und wiegt 325 bis 410 Gramm. Das Huhn weist eine rundliche, gedrungene Gestalt mit einem kurzen Schwanz und kräftigen Läufern auf. Das Gefieder ist braungrau und die Alttiere haben eine rost-gelbe Musterung am Kopf, sowie einen hufeisenförmigen Fleck auf der Brust, der beim Weibchen schwächer ausgeprägt ist. Ansonsten fallen keine großen Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen auf.

Besonderheiten

Der Bestand an Rebhühnern hat drastisch abgenommen. Das rührt daher, dass sie ein beliebtes Jagdziel darstellen und ihr Lebensraum durch die Industrialisierung der Landwirtschaft zerstört wird. Daher steht das Rebhuhn auf der roten Liste der gefährdeten Tierarten.

Verhalten

Rebhühner können schnell laufen, meistens schreiten sie allerdings und sie fliegen niedrig mit langen Gleitstrecken zwischendurch. Wenn Gefahr droht, pressen sich die Vögel auf den Boden.
Sie sind meistens Tagsüber oder in der Dämmerung aktiv und baden gerne im Sand und Staub.

Nahrung

Direkt nach dem Schlüpfen ernähren sich die Küken noch vom Dottersack, doch ab dem zweiten Tag fressen sie hauptsächlich Insekten wie Ameisen, kleine Käfer, Raupen und Blattläuse.
Nach etwa neun Wochen ernähren sich die Rebhühner größtenteils pflanzlich, z.B. durch Getreide, Samen, Blumen, Wildkräuter, Gräser oder Klee.

Brut

Die Brutzeit der Rebhühner dauert von Mitte April bis Juli und während dieser Zeit legt eine Legehenne ungefähr acht bis 26 Eier. Das Weibchen baut das Nest, während das Männchen Wache hält und dann dauert es ungefähr 21 bis 25 Tage, bis die Eier ausgebrütet sind. Zwei bis vier Stunden nach dem Schlüpfen verlassen die Küken das Nest. Ungefähr zwei Wochen später beginnen die Jungtiere das Fliegen zu erlernen und können nach wenigen Tagen mit ihren ausgewachsenen Artgenossen mithalten.

Haltung

Bei der Haltung des Rebhuhns in Volieren sollte darauf geachtet werden, dass jedes ausgewachsene Tier mindestens 4 qm zur Verfügung hat. Damit das Rebhuhn sich wohl fühlt, sollten zudem die Pflanzen nicht sonderlich hoch wachsen, sodass es über sie hinweg schauen und so Bedrohungen frühzeitig wahrnehmen können. Außerdem sollten sandige Plätze vorhanden sein, weil sich Rebhühner regelmäßig im Sand oder Staub baden. Zudem sollten sowohl überdachte, schattige Plätze, als auch sonnige Stellen angeboten werden.